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orgeltage

Finale mit Pauken und Trompeten

Erstmals hat sich der Männergesangverein „Lyra“ Wadersloh an den „Orgeltagen in Lippstadt“ beteiligt. Unter anderem mit dem Bläserensemble „Brasso Festivo“ und dem Bass-Solisten Klaus Belzer vom Landestheater Detmold gestaltete der heimische Chor unter Leitung von Musikdirektor Johannes Tusch in der katholischen Pfarrkirche Bad Waldliesborn das Abschlusskonzert der diesjährigen Veranstaltungsreihe.

 

Unter der Überschrift "Finale mit Pauken und Trompeten" schrieb die  Lippstädter Zeitung "Der Patriot" darüber am 19. Oktober:

 

Mit Pauken und Trompeten endete der Konzertzyklus „Orgeltage in Lippstadt“ in der Bad Waldliesborner Pfarrkirche St. Josef. Dabei hatte die „Königin der Instrumente“ nur eine untergeordnete Position. Festlicher Chorklang stand im Mittelpunkt des Finales, das dem Komponisten Franz Liszt aus Anlass seines 200. Geburtstages sowie seines 125. Todestages gewidmet war.
Für ein solides Klangfundament sorgte dabei das Bläserquintett Brasso Festivo mit Alfons Haselhorst und Alois Baumhoer (Trompeten), Alexander Thiemann und Dirk Haselhorst (Posaunen) und Boris Fink (Tuba), komplettiert durch Brigitte Hesse-Schmidt (Pauken) und Ulrike Haselhorst (Orgel). Der von Musikdirektor Johannes Tusch geleitete Chor des Männergesangvereins „Lyra“ aus Wadersloh ist dank seines gut disponierten Stimmenverhältnisses (über 30 aktive Sänger) durchaus in der Lage, anspruchsvolle Chorwerke der Konzertliteratur einzustudieren und konzertant aufzuführen.
Zunächst kamen die Zeitgenossen von Franz Liszt zu Wort. Das begann in prächtiger Klangfülle mit Anton Bruckners „Festcantate“ („Preiset den Herrn“), gestützt vom festlichen Bläsersound. Der teils anspruchvolle Satzbau bei Bruckners Ode an die Musik („Himmlisches Gebilde“) bedeutete für die Sangesbrüder kein Problem. Großartig gelang auch das Crescendo im Pilgerchor aus Richard Wagners „Tannhäuser“, auf der Basis lupenreinen Bläsersounds wirkungsvoll gesteigert bis hin zu den gewaltigen Hallelujah-Schlussakkorden im strahlenden Fortissimo. Der rhythmisch eigenwillige monumentale Charakter in Edvard Griegs „Landerkennung“ wurde vom Chor und Bläserquintett markant skizziert.
Für das vokale i-Tüpfelchen sorgte der Solist Klaus Belzer mit unterschiedlich timbrierten Liedern und Arien. Zu seinen Paradestücken gehört sicherlich das ausdrucksvoll vorgetragene Bravourstück „Agnus Die“ von Georges Bizet mit seinen markanten stimmlichen Sequenzen. Subtil-einfühlsam gab sich der Sänger beim „Ave Maria“ in der Version von Franz Liszt.
Zu den Konzerthöhepunkten darf sicherlich auch das Choralarrangement „Nun danket alle Gott“ von Franz Liszt gerechnet werden: Die von Johannes Tusch auf der Orgel intonierte Instrumentalbearbeitung mündetet schließlich in ein freudestrahlendes Tutti der Sänger und Bläser.
Nach majestätischem Bläsersound beim „Marche Triomphale“ von Hector Berlioz gedieh die Franz-Liszt-Vertonung des 18. Psalms in ihrem durchsichtigen sakralen Stil, auch dank der klaren Diktion der Chorsänger, zum grandiosen Schlussakkord.
Für die obligatorische Zugabe hatte sich der Lyra-Chor Beethovens „Die Himmel rühmen“ ausgesucht. Lang anhaltender Applaus honorierte die Leistungen der Mitwirkenden.

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