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k lyra Grenzmuseum

Im Grenzmuseum Schifflersgrund bei Bad Sooden-Allendorf wurde die „Lyra“-Reisegesellschaft hautnah mit einem dunklen Kapitel deutsch-deutscher Geschichte konfrontiert.

Seit 25 Jahren beim „Spielmann“ vereint

Wadersloh (gl). 1990, ein halbes Jahr nach der Öffnung der innerdeutschen Grenze, ist der Männergesangverein „Lyra“ Wadersloh zum ersten Mal beim Männerchor „Arion“ in Leinefelde zu Gast gewesen. Jetzt, ein Vierteljahrhundetr später, haben die Wadersloher Sänger mit ihren Partnerinnen im Rahmen einer Zwei-Tagesfahrt zum achten Mal die Freunde im thüringischen Eichsfeld besucht  – und das 25-jährige Bestehen ihrer Beziehung gefeiert. Zudem wurden das 120-Jährige des „Arion“ und das 130-Jährige der „Lyra“ gewürdigt.


Auf dem Weg nach Leinefelde machte die Reisegesellschaft aus Wadersloh zunächst im Grenzmuseum Schifflersgrund oberhalb von Bad Sooden-Allendorf Station. Ob Beobachtungsturm oder Grenzzaun, Selbstschussanlagen oder Suchscheinwerfer –  viele originale Ausstellungsstücke dokumentieren dort ein trauriges Kapitel deutsch-deutscher Geschichte. Noch beeindruckender als Grenzpfähle und Helikopter waren allerdings die packenden Geschichten, die der Museumsführer anschaulich aus seinem Leben im einstigen Sperrgebiet erzählte. Vieles war für die Besucher aus Westfalen nur schwer begreif- und nachvollziehbar. Auch der Blick auf das weiße Gedenkkreuz an der Stelle, an der am 29. März 1982 der Fluchtversuch eines an der Grenze arbeitenden Mannes tödlich endete, stimmte nachdenklich.
Nach einem Zwischenstopp im Heilbad Heiligenstadt erreichten die Wadersloher am frühen Nachmittag Leinefelde, wo sie von einigen „Arionen“ mit leckeren Köstlichkeiten empfangen wurden. Während sich die „Lyra“-Sänger in der Kirche auf die musikalische Gestaltung der Abendmesse vorbereiteten, genossen ihre Partnerinnen die Gastfreundschaft der Leinefelder im gemütlichen Café am Stadtteich. Im Festgottesdienst sangen die Wadersloher unter der Leitung von Johannes Tusch unter anderem die „Messe breve“ von Charles Gounod – und bekamen aufrichtigen Applaus zu Dank.
Beim anschließenden gemütlichen Beisammensein - und auch beim Frühschoppen am anderen Morgen nach dem Besuch des Denkmals von Heinrich Werner, der das „Heidenröslein“ komponiert hat - wurden  Freundschaften vertieft und neue Kontakte geknüpft. Man erinnerte sich – auch in Bildern und Filmsequenzen – an die ersten und die weiteren Begegnungen zwischen Eichsfeldern und Münsterländern. Und die Sänger stimmten (auch gemeinsam) viele Lieder an - beispielsweise den die Freundschaft von Anfang an begleitenden „Spielmann“. „Schön, dass wir uns kennengelernt haben.“ Mit diesen Worten würdigte „Lyra“-Vorsitzender Martin Neitemeier die „Silberhochzeit“ beider Chöre – und lud die Arionen für 2016 nach Wadersloh ein. Dann ist es genau 25 Jahre her, dass die Sänger aus Thüringen zum ersten Mal in Wadersloh waren und den Besuch der „Lyra“ von 1990 erwiderten. Der Zufall hatte die Münsterländer damals nach der Grenzöffnung zum „Arion“ Leinefelde, einem der besten Männerchöre in der Region, geführt. Tobias Kreisel, der Vorsitzende des „Arion“, nahm die Einladung fürs nächste Jahr dankend an. Doch bis dahin wird es auch in kleinerer Runde noch manche Begegnungen zwischen „Ost“ und „West“ geben. Die erste schon recht bald: Denn wenn der Arion am 17. Oktober sein Jubiläumskonzert zum 120-Jährigen gibt, werden auch einige Wadersloher zu den Zuhörern gehören.

k lyra Denkmal

Am Denkmal von Heinrich Werner, der „Sah ein Knab ein Röslein steh’n“ komponiert hat, machten die „Lyra“-Familie nicht nur ein Erinnerungsfoto, sondern Männer und Frauen stimmten auch gemeinsam das bekannte Lied an.

 

 

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